Abradeln der Seniorenfietser – Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr und Wechsel in der Leitung
Trotz des kalten Windes ließen es sich zwölf Seniorenfietser nicht nehmen, zum traditionellen Abradeln noch einmal kräftig in die Pedale zu treten. Unter der Führung von Horst Manns ging es auf einem Rundkurs durch die Umgebung von Haren. Kurz vor dem Ziel erwischte die Radler noch ein Regenschauer, der die gute Stimmung jedoch nicht trüben konnte.
Bei Greive war inzwischen alles bestens vorbereitet. 32 liebevoll eingedeckte Plätze warteten auf die Teilnehmer. Nachdem alle ihre Essenswünsche aufgegeben hatten, eröffnete Bernd Hasch den offiziellen Teil des Abends. Er zeigte sich erfreut über die große Beteiligung und begrüßte die Anwesenden herzlich. Ein besonderer Gruß galt Hermann Held und Margret Albers, den beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Seniorenvertretung Haren.
Beeindruckende Jahresbilanz
Anhand eines Schaubildes ließ Bernd das vergangene Jahr in Zahlen Revue passieren. Bei drei Winterwanderungen und 48 Radtouren wurden mit insgesamt 611 Teilnehmern stolze 24.599 Kilometer zurückgelegt. Besonders erfreulich war die rege Beteiligung mit durchschnittlich rund 13 Teilnehmern pro Tour.
Auch der Vergleich mit dem Vorjahr konnte sich sehen lassen: Neun Touren mehr wurden angeboten, und die Zahl der Teilnahmen stieg um beachtliche 202. Bernd nahm dies zum Anlass, die Anwesenden zu ermuntern, insbesondere für die Touren im Rahmen des Stadtradelns stärker zu werben. Bislang hätten sich daran nur wenige Nichtmitglieder beteiligt. Dabei seien gerade diese Touren eine gute Gelegenheit, neue Mitradler für die Gemeinschaft zu gewinnen.
Dank an die Tourenleiter und Helfer
Ein besonderer Dank galt den Tourenleitern, ohne deren Engagement ein derart umfangreiches Programm nicht möglich wäre. Als Anerkennung für ihre geleistete Arbeit überreichte Margret Albers Hermann Gerdes, Bernd Hasch, Lukas Wobken, Gerard Galea, Kalle Bach, Horst Manns und Heribert Klas ein kleines Präsent.
Anschließend wurde Bernd persönlich. Er erinnerte an den 7. Mai 2019, als er die Seniorenfietser ins Leben gerufen hatte. Seine Idee war es damals, gemeinschaftliche, auch spontane Radtouren anzubieten – unter dem Motto „Gemeinsam nicht einsam“.
Aus dieser Idee ist im Laufe der Jahre weit mehr geworden als eine Gruppe begeisterter Radfahrer. Es hat sich eine Gemeinschaft entwickelt, die sich durch Zusammenhalt, gegenseitige Hilfsbereitschaft und vor allem viel Freude am Miteinander auszeichnet. Längst gehören auch Veranstaltungen abseits des Fahrrads zum festen Jahresprogramm. Der traditionelle Grünkohlgang, das Kaffeetrinken im Kapellenmoor und das Grillen am See sind zu beliebten Treffpunkten geworden.
Besonders hob Bernd die große Bereitschaft hervor, bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltungen mit anzupacken. Sein herzlicher Dank galt der bewährten Helfergruppe mit Elisabeth, Agnes, Magdalena, Gerard, Leni, Kalle, Margret und Heribert. Sie alle hätten mit ihrem Einsatz wesentlich dazu beigetragen, dass aus den Seniorenfietsern eine lebendige Gemeinschaft geworden sei.
Stabwechsel nach mehr als sieben Jahren
Zum Abschluss seiner Ausführungen wandte sich Bernd an seinen langjährigen Stellvertreter Lukas Wobken. Gemeinsam hätten sie viele Touren und Veranstaltungen geplant und organisiert. Lukas sei ihm dabei stets ein verlässlicher und hilfsbereiter Partner gewesen, der sich durch seine freundliche Art und seine Beliebtheit in der Gruppe auszeichne.
Nach mehr als sieben Jahren sei für ihn nun der Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen. Leicht falle ihm dieser Schritt nicht, denn die Seniorenfietser seien ihm in all den Jahren sehr ans Herz gewachsen. Umso mehr freue er sich, die Leitung an Lukas übergeben zu können – in der festen Überzeugung, dass die Gemeinschaft bei ihm in guten Händen sei.
Hermann Held würdigte anschließend Bernds langjähriges Engagement für die Seniorenvertretung Haren. Die Seniorenfietser seien längst zu einer festen Größe im gesellschaftlichen Leben der Stadt geworden. Ihr Name stehe für Bewegung, Gemeinschaft und Lebensfreude im Alter. Er betonte, wie wichtig gerade für ältere Menschen regelmäßige Bewegung und soziale Kontakte seien. Mit einem Bocksbeutel dankte er Bernd für seine Aufbauarbeit und seinen unermüdlichen Einsatz.
Zugleich begrüßte Hermann Held Lukas Wobken als neues Vorstandsmitglied und Leiter der Seniorenfietser. Für seine neue Aufgabe wünschte er ihm viel Freude, Erfolg und weiterhin eine so tatkräftige Gemeinschaft an seiner Seite.
Gemütlicher Ausklang in geselliger Runde
Nach so vielen Zahlen, Erinnerungen und auch ein wenig Wehmut war es schließlich Zeit, sich dem leiblichen Wohl zu widmen. Bei einem guten Essen und dem einen oder anderen Glas Bier oder Wein entwickelte sich schnell eine lebhafte und fröhliche Gesprächsrunde. Erinnerungen an gemeinsame Touren wurden ausgetauscht, manche lustige Begebenheit noch einmal hervorgeholt und bereits erste Ideen für das kommende Jahr geschmiedet.
Es wurde viel erzählt, herzlich gelacht und deutlich, was die Seniorenfietser seit ihrer Gründung auszeichnet: Nicht allein die gemeinsam gefahrenen Kilometer zählen, sondern vor allem die Freundschaften und das Gefühl, dazuzugehören.
So klang ein rundum gelungener Abend erst gegen 21:30 Uhr aus. Mit vielen schönen Erinnerungen an das vergangene Jahr und voller Vorfreude auf die nächste Saison machten sich die letzten Teilnehmer auf den Heimweg.
Eines wurde an diesem Abend besonders deutlich: Das Motto „Gemeinsam nicht einsam“ ist bei den Seniorenfietsern längst gelebte Wirklichkeit.

