20260625 163333Trotz großer Hitze machten sich 30 Mitglieder der Seniorenvertretung Haren auf den Weg zum St.-Vitus-Werk in Meppen. Nur wenige hatten wegen des Wetters ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Das St.-Vitus-Werk trägt den Namen des heiligen Vitus (Veit), eines der Vierzehn Nothelfer. Er gilt als Schutzpatron der Jugend und als Helfer in schwierigen Lebenslagen. Der Name steht damit für Fürsorge, Teilhabe und die Unterstützung von Menschen, die besondere Begleitung benötigen.

Das St.-Vitus-Werk wurde 1967 von engagierten Eltern als „Kinderhilfe Meppen“ gegründet. Aus dieser Initiative entwickelte sich eine moderne Einrichtung, die heute Menschen mit Behinderungen jeden Alters auf ihrem Lebensweg begleitet – von der frühen Förderung über Bildung und Arbeit bis hin zum Wohnen.

Das St.-Vitus-Werk hat seinen Hauptsitz in Meppen. Es betreibt heute mehr als 50 Standorte im mittleren Emsland und ist in mehreren Städten und Gemeinden vertreten. Dazu gehören unter anderem:

  • Meppen (Verwaltung, Werkstätten, Wohnen, Bildung)
  • Haren (u. a. Bildungszentrum Gut Kellerberg und Café am Dom)
  • Haselünne (Café Gutshof und weitere Angebote)
  • Twist (Arbeiten und Wohnen)
  • Geeste (Kindliche Entwicklung und Familie)
  • außerdem weitere Angebote in Gemeinden des mittleren Emslands.

700 Beschäftigte werden von 190 Mitarbeitern betreut. Sie werden nach ihren Neigungen und Fähigkeiten einer Gruppe zugeordnet, können die Gruppe aber auch wechseln. Es gibt einen Gruppensprecher und Werkstattrat.

Die Gruppen, die ausbilden, müssen entsprechend der allgemeinen Vorschriften auch einen Meister haben. Die Auszubildenden müssen eine Prüfung vor dem Prüfungsausschuss der zuständigen Innung machen.

Es gelten feste Arbeits- und Pausenzeiten. Sie erhalten ein Entgelt und sind rentenversichert.

Zu Feierabend herrscht an der besonders ausgebauten Zufahrt Hochbetrieb. 300 Beschäftigte, viele mit Rollstuhl, müssen mit Bussen, Taxen oder Privat-PKW abgeholt werden.

Nach der allgemeinen Information führte uns Frau Weinans durch die Einrichtung. Wir sahen folgende Bereiche

  • Gestaltung und Verpackung, wo Waren für Betriebe verpackt werden. Wenn Teile abgezählt werden müssen, stehen Zählhilfen zur Verfügung.
  • Fertigung und Senioren, eine Gruppe für Senioren und Personen, die bei den anderen Gruppen überfordert sind.
  • Arbeit und Freizeitgestaltung
  • AiB Arbeitsbereich für intensiv zu betreuende.
  • Tischlerei mit einem beeindruckenden Maschinenpark. Hergestellt werden Dinge für den Eigenbedarf oder Kisten für besondere Verpackungen.
  • Auch hier beeindrucken die Maschinen,
  • Hier können die Betreuten essen und Pausen machen. Erforderliche Esshilfen sind vorhanden. 250 Essen werden pro Tag ausgegeben. Auf besondere Diäten und Unverträglichkeiten wird Rücksicht genommen.

Zum Abschluss dankte Bernd Hasch Frau Weinans für die informative Einführung und den interessanten Rundgang, wodurch wir einen tieferen Einblick in die vielfältige Arbeit des St.-Vitus-Werks und das Engagement der Mitarbeiter erhielten.

Nach einer Gruppenaufnahme fuhren wir zum Café Koppelschleuse, das vom St-Vitus-Werk geführt wird. Bei Kaffee und Kuchen wurden die gewonnen Eindrücke lebhaft ausgetauscht. Anschließend dankte Bernd Hasch Lenchen Baalmann für die Organisation und wies auf die nächste Veranstaltung, eine Tagesfahrt nach Groningen, hin. In guter Stimmung nach einem informativen und geselligen Nachmittag begab sich die Gruppe auf den Heimweg.